Schottland - Whisky, Schafe, Schottenrock

Schottland - das Land, in dem es mehr Schafe als Schotten gibt. Du glaubst mir nicht?

Schottland hat etwas mehr als 5 Millionen Einwohner. Schafe gibt es dort weit über 50 Millionen. Määääh - Wahnsinn!

Edinburgh

City Guide

Der Name der Stadt verrät uns bereits, was man sich hier auf jeden Fall anschauen soll. Die Burg in Mitten der Stadt bietet einen wunderschönen Rundum-Blick. 

Und wer sich für schottische Musik begeistern kann, sollte sich das größte Musikfestival in Schottland im August nicht entgehen lassen, denn hier spielt das Royal Edinburgh Military Tattoo. Dudelsack-Alarm!

Bei gutem Wetter lohnt sich eine kleine Wanderung auf den "Arthur´s Seat". Auf dem Hausberg hat man einen tollen Blick auf die ganze Stadt. 

Übrigens: Schottlands drei größte Banken haben ihre eigenen Banknoten. Zwar kann mit englischen Banknoten in ganz Schottland bezahlt werden. Andersrum wird die "schottische Währung" in England nicht akzeptiert. 

Einfach mal probieren

  • Haggis - schottisches Nationalgericht, sieht schlimmer aus als es ist
  • Black Pudding - garantiert kein Pudding
  • Porridge - gekochte Hafergrütze mit Zucker
  • Cock a leekie - Hühnersuppe mit Lauch
  • Highland Single Malt Scotsh Whisky - wo sonst wenn nicht hier?
  • Scones - süße Teigteilchen, wird üblicherweise zum High-Tea genossen

Highlands & Lochs

Landschaft

Wer als Naturliebhaber noch nie in Schottland war, wird das Land spätestens nach einem Besuch in die Highlands ins Herz schließen.  Oben auf den Bergen sieht man bei gutem Wetter weit in die Täler und auf die umliegenden Berge. Rund 1.800 Lochs (Seen), die in ganz Schottland verteilt sind, machen die Bilderbuch-Landschaft perfekt. Die sehr durchwachsene Wetterlage verleiht dieser einen dramatischen und zugleich  wunderschönen Anblick.

Reisezeit

Ein Schotte hat mir gesagt, dass es eigentlich egal ist, wann man nach Schottland kommt. Entweder es regnet, es windet oder die Sonne scheint. Manchmal sogar alles gleichzeitig.

Aber dennoch würde ich vorallem Ende Mai - Anfang Juni und September empfehlen. Es ist keine Hochsaison und somit auch günstiger in dem sowieso schon teuren Land.

Hotspots

  • Duncansby Stacks - bis zu 80 Meter aus dem Meer herausragende Felsen, zwischen Wick und Thurso.
  • Dunrobin Castle - ein Schloss nördlich von Inverness wie man es nur aus Märchen kennt.
  • Culloden Battlefield - 1746 wurde hier Geschichte geschrieben. Große Schlacht zwischen Rotröcken und Highlandern mit ihrem Anführer Bonnie Prince Charles.
  • Loch Ness - die südliche Gegend des Sees ist jedoch interessanter als das Mythos-Monster
  • Loch Lomond - wo die Schotten Urlaub machen
  • Ben Nevis - mit 1344 m der höchste Berg Schottlands. Allerdings ist beim Aufstieg Vorsicht geboten. Schlechte Wetterbedingungen und nasse Steine erschweren den Weg nach oben und nach unten.
  • Ullapool - ein Fischerdörfchen mit ganz viel Charm.
  • Old Man of Storr - charakteristischer Felsturm auf der Insel Skye

on road - wild camping

unsere travelroute

Unsere Route mit dem Camper (VW Bus) führte uns von Glasgow über Stirling in den Cairngorms National Park. Dieser Park ist zwar der größe in Schottland, aber nicht sonderlich beeindruckend. Von dort aus ging es weiter über Inverness mit einem Abstecher einmal um Loch Ness, weiter Richtung Norden bis zu den Stacks of Duncansby. Im Norden, entlang der Küste fährt man fast nur noch auf "Singletracks", einspurige Straßen mit Ausweichmöglichkeiten. Aber Vorsicht: Keep Left!

 

Weiter entlang der Küste bis Ullapool kommt ein Highlight nach dem anderen. Man hat das Gefühl, dass sich die Landschaft hinter jeder Kurve komplett verändert. Wunderschön! 

Unser nächstes Ziel: Isle of Skye. Über Kyle of Lochalsh fuhren wir bis nach Staffin, rüber nach Uig und zurück. Von Uig könnte man mit der Fähre auf die äußeren Hebriden nehmen. Ein Ticket für die Fähre muss man allerdings mindestens einen Tag vorher buchen, um sicher einen Platz auf der Fähre zu bekommen.

darauf muss man achten

ild Camping ist in ganz Schottland erlaubt. Lediglich auf Privatgrundstücke sollte man ohne Erlaubnis nicht stehen. Auch Passierbuchten sollte man nicht für einen Stopp nutzen. Ein Plätzchen zum Schlafen findet man aber trotzdem schnell.

In Schottland gilt Linksverkehr und gerade auf den Singletracks kann das gefährlich werden. Denn oft sind die Straßen unübersichtlich und sollte plötzlich Gegenverkehr kommen, weicht man gerne intuitiv auf die falsche Seite aus. Das Gute aber ist, dass man regelmäßig mit Schildern vor Gefahren gewarnt wird.

So steht z.B. auf der Straße "SLOW" geschrieben oder bei Passierbuchten der Hinweis "Keep Left". 

Gerade wenn man in den Highlands unterwegs ist, fährt man öfter durch offene Schafsweiden. Diese erkennt man daran, sobald man über sogenannte "Cattle Grid" (Viehgitter) fährt. Diese sorgen dafür, dass die Schafe nicht ausbüchsen können. In diesen Gebieten sollte man etwas langsamer fahren und gut auf die Tiere achten.

Wir nahmen die Fähre zurück aufs Festland nach Mallaig. Hier benötigt man keine vorherige Buchung. Das Ticket kann man vor Ort direkt am Schalter kaufen. Weiter über Glenfinnan findet man das berühmte Glenfinnan-Viadukt - die Eisenbahnbrücke aus Harry Potter. Ein absolutes Muss für jeden Harry Potter-Fan. 

 

Die Strecke führte uns weiter über Fort William nach Glen Nevis mit einer Bergwanderung auf den Ben Nevis. Gutes Schuhwerk wird hier dringend empfohlen! Die letzte Etappe ging über Loch Lomond zurück nach Glasgow. 

 

Übrigens, für alle eifrigen Wanderer: Zwischen Fort William und kurz vor Glasgow gibt es den West Higland Way mit einer Gesamtlänge von 154 km. 

 

Was auf unserer Reise nicht fehlen durfte, war ein Abstecher in eine Whisky-Destilliere. Schmeckt (mir) zwar nicht aber gehört einfach dazu!


Auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind anders als bei uns. Hier in Schottland darf man überall (außer Autobahn) etwas schneller fahren.

Innerorts gilt i.d.R. 40 mph was bei uns etwa 65 km/h sind. Ziemlich schnell! Hier gibt es allerdings Schilder die Blinken, wenn z.B. Schüler unterwegs sind. Dann darf man nur 20 mph (30 km/h) fahren.

Ausrüstung

Wenn man nicht bereits ein Wohnmobil oder Bus besitzt, der sowieso eingerichtet ist, kann man sich diese auch mieten. Dort findet man in der Regel auch alles was man für´s Campen braucht. 

Wichtig für eine Reise nach Schottland ist lediglich gutes, wasserabweisendes oder -dichtes Schuhwerk, warme Kleidung und Regenbekleidung.

Unbedingt mitnehmen: Steckdosenadapter