Good morning Vietnam

Zweites Land auf unserer Südostasien Tour war Vietnam. Unsere Reisezeit Dezember - Januar

 

Vietnam hat an Klimazonen einige interessante Orte zu bieten.

 

Unter anderem gibt es eine eher kühlere Region in den Bergen im Nordwesten Vietnams. In der Mitte in Da Nang regnet es viel, etwas südlicher, bei Nha Trang sind vorallem viele Badetouristen anzutreffen und dann gibt es noch den Süden. Bekanntlich ist es dort immer am wärmsten. Ho Chi Minh City war zu dieser Jahreszeit sehr angenehm. 

Die Region und gleichnamige Stadt Sa Pa im Norden ist von Hanoi über Lao Cai nur mit dem Nachtzug und einer einstündigen Fahrt mit dem Auto erreichbar.  Zugtickets besorgt man sich am besten in Hanoi direkt am Bahnhof. Wir wollten zu Beginn eine 4er Kabine für uns. Doch es schien, als wollten die Vietnamesen uns einfach nicht verstehen. Die Fahrt dahin dauert insgesamt 10 Stunden. In Lao Cai, kauft man sich am besten gleich wieder Tickets für den Rückweg. Am Bahnhof wird man dann auch relativ schnell von Busfahrer aufgefangen, die dich mit nach Sa Pa nehmen möchten. Hier sollte man allerdings aufpassen - sie verlangen unverschämt viel Geld für die Fahrt nach Sa Pa. Also einfach handeln und du bekommst Deinen Preis.

 

Endlich oben angekommen, möchte man nicht mehr weg. Die frische Luft tut schon fast zu gut. Aber es ist auch relativ kalt. Die optimale Reisezeit ist von März bis Mai und von September bis November. Wir hatten Weihnachten dort verbracht und  die selben Temperaturen wie in Deutschland (ca. -1° bis 10°). Naja, hinterher ist man immer schlauer :D

 

Sehr beeindruckend ist die tolle Landschaft mit den Reisfeldern. Am besten leiht man sich ein kleines Moped aus (ca. 6$ pro Tag) und schaut sich die Gegend einfach mal an. Sa Pa ist eine kleine Touri-Stadt. Sie wächst stets und obwohl man hier mitten in den Bergen ist, gibt es bessere Internetverbindungen, als in manchen "großen" deutschen Städten (Freiburg z.B.)! Auch das Essen hier war super. Über Tripadvisor haben wir ein winziges Restaurant gefunden, wo es wohl die beste Honig-Ente geben soll! Probiert und für sehr gut befunden! 

Nach 5 Tagen schönstes aber kaltes Wetter ging es mit dem Nachtzug wieder zurück nach Hanoi. Die Rückfahrt war für mich, wie soll ich es nur sagen... Naja, geschlafen habe ich kaum. 


Ha Noi - Ha doch :D

In Hanoi angekommen und hundemüde ging es ins Hotel, früh morgens, und wir konnten noch nicht in unser Zimmer...  Wir wollten aber nur noch duschen und ins Bett. Das hat dann auch ziemlich bald geklappt. Ein kurzes Powernapping und weiter geht's, die Stadt anschauen. Doch viel haben wir nicht geschafft. Zu müde waren wir von der Zugfahrt. Am nächsten Tag ging es auch schon weiter Richtung Süden, wo es warm und schön ist...

Da Nang - Baustellenflair

Warm und schön war es nur im Hotelzimmer. Da denkt man, man macht jetzt Strandurlaub und man kommt in einer grauen Gegend ohne Tourismus an. Strand gab es zwar, aber Baustelle, wo man nur hinsieht. Eigentlich wollten wir hier Silvester feiern... Eigentlich! 

Wir entschieden uns dann doch früher noch weiter in den Süden zu gehen. Trotz allem war Da Nang  auch sehr interessant.... NICHT!
Auch hier waren wir im Nachhinein wieder schlauer... Ein paar Kilometer südlicher kommt eine sehr schöne Gegend mit Strand... Nha Trang. Dies dann beim nächsten Mal :) 

Ho Chi Minh City (Saigon)

Am Silvesterabend haben wir uns spontan für ein erstklassiges kleines französisches Restaurant entschieden. Wir haben auf der Website um ca. 18:00 Uhr einen Tisch für zwei reserviert und standen kurz vor 19:00 Uhr auch schon vor dem Restaurant. Vor uns waren schon einige, die verzweifelt versucht haben noch einen Tisch zu bekommen. Da ich noch keine Reservierungsbestätigung erhalten habe, wussten wir im ersten Moment auch nicht, ob es funktioniert hat. Aber als ich etwas nach vorne zum Eingang gelaufen bin, sah ich einen kleinen Tisch mit einem Schild in Messerform auf dem mein Name Stand :) Das war absolutes Glück an diesem Abend, denn das Menü war vorzüglich :D Zur Vorspeise gab es Thunfischtartar mit Tomaten Espuma, dazu frisch gepackenes Baguette-Brötchen. Als Hauptgericht wurde ein Rinderfilet mit Morchelrahmsauce, dazu Kartoffelgratin und frisches Gemüse serviert. Begleitet von einem Chardonnay war dies das perfekte Ende für das Jahr 2014.

 

Anschließend suchten wir uns einen Platz für das große Feuerwerkspeltakel. Zugegebenermaßen eine "kleine" Herausforderung bei tausenden Vietnamesen, welche sich alle schon den besten Platz für sich selbst, ihre Liebsten und vorallem ihr heiliges Motorbike reserviert hatten. Eine Herausforderung deshalb, weil man kaum mehr einen Weg raus aus dieser Menge findet. Aber wir haben es geschafft. Etwas abseits aber trotzdem inmitten Tausender kleinen Vietnamesen, haben wir unser Plätzchen gefunden. Da fehlte nur noch die Müllabfuhr, die geradewegs durch unsere Straße fahren musste, und das kurz vor Mitternacht!!!  :D Also Sachen gibt´s...

 

Das Feuerwerk wurde von dem Bitexco Wolkenkratzer aus  einer Höhe von 265m entzündet. Es ist das höchste Gebäude in dieser Metropole. Das Spektakel dauerte 15 Minuten und die Begeisterung rundherum war riesig. 

 

Der Verkehr in dieser Nacht, war bisher der Höhepunkt unserer Straßenverkehrserfahrungen in Südostasien. Noch nie haben wir so viele Motorbikes gesehen. Nicht einmal ein Video kann dies wirklich richtig zum Ausdruck bringen. Ein für europäische Verhältnisse absolutes Chaos, dass trotzdem funktioniert. Unfälle sieht man hier so gut wie nie, denn es wird grundsätzlich eher langsam gefahren und auch langsam gebremst begleitet von wildem Hupen. 

Zu empfehlen ist der Cho Ben Than Market. Absolutes organisiertes Chaos auf engstem Raum. Luft zum Atmen gibt´s da wohl kaum. Man kann dort praktisch alles kaufen, was der Mensch (nicht) brauchen kann. Kleidung in allen größen, Fraben und Variationen, Schmuck, Geschirr, asiatisches Besteck, Dekoartikel, Stoffe, Schuhe, Taschen, Uhren, Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch, Süßigkeiten und noch viele andere Sachen.  Über die verschiedensten Gerüche, die sich in dieser Markthalle sammeln, brauchen wir nicht reden. Am Anfang überkommt einem das Gefühl kürzlich Gegessenes sofort wieder loszuwerden. Mit der Zeit gewöhnt man sich an den Geruch. Das trifft aber nur dann zu, wenn man den Lebensmittelbereich wieder verlässt...

 

Das Gewusel in dieser Halle war sehr interessant, aber mit der Zeit ziemlich anstrengend.

 

Für den letzten Tag in Vietnam entschieden wir uns für eine Mekong-Delta Tour! Ein bisschen Natur-Tourismus muss auch sein.

Früh morgens ging es mit dem Bus Richtung Süden. Unser Tour-Guide erzählte uns einiges Interessantes über die Stadt Saigon. Unter anderem dass es in der Stadt mit 10 Mio. Einwohner ca. 7.000.000 Motorbikes gibt :O Das ist mal eine Zahl. Da soll es auch niemanden wundern, dass es in dieser Stadt wie auf einem Ameisenhaufen nur so von Motorbikes wimmelt... So sah es nämlich aus, als wir am Abend zuvor uns die Stadt von ganz oben angeschaut haben.

Jedenfalls hat er uns ein Lied vorgesungen, mit der Melodie des bekannten französischen Kinderliedes "Frère Jacques"...

 

"Saigon City, Saigon City,

Traffic jam, traffic jam,

motorbikes everywhere, motorbikes everywhere,

Oh my god, oh my god!"

 

Genau so war auch unsere Reaktion auf die Stadt!

 

Nach 1,5 Stunden Busfahrt kamen wir in My Tho an. Dann ging es auch schon auf ein Boot, welches uns auf die erste Insel fuhr. Dort bekamen wir zur Begrüßung Jasmin-Tee mit Honig. Es war zwar sehr süß, aber trotzdem sehr lecker. Danach gab es verschiedene landestypische Früchte. Die Hälfte der Namen haben wir bereits beim Essen wieder vergessen. Nur die "Monkey-Bananas" (dt. Affen-Bananen) konnten wir uns leicht merken :D

Weiter ging es mit einem Kanu durch einen sehr schmalen Kanal. Man fühlte sich schon fasst, wie im tiefsten Dschungel. Es war sehr ruhig. Zurück an Land besichtigten wir eine "Fabrik", welche Kokosnuss Süßigkeiten herstellt. Es wird alles von Hand gefertigt. Sehr beeindruckend.

 

Anschließend gab es vietnamesisches Mittagessen. Hierfür fuhren wir auf die nächste Insel. Dort wurden wir schon von einem Pony erwarten. Ja, ein Pony! Das kleine Ding :D war an eine kleine Kutsche gespannt und fuhr uns in ein abgelegenes Restaurant. Zum Abschluss gab es eine Tour auf dem Boot wieder zurück, Fluss aufwärts.